Dienstag, 21. Oktober 2014

Was ist schon ein Jahr?

Ich habe eine neue Zeitrechnung. Ein Jahr ist die Spanne, in der sieben Menschen besorgt nachfragen, wie es mir geht und überhaupt, ob es mich noch gibt.

Yep, und es geht mir gut.

Habe letztens festgestellt, dass ich immer noch unter den Lebenden weile, nur nicht mehr unter den virtuell Lebenden. Die Auszeit hat mir  - glaube ich - gut getan: Ich bin jetzt ein besserer Mensch. Ich könnte es mittlerweile Frauen sogar verzeihen, wenn sie nur deshalb schlucken, damit es keine Flecken auf der Bettwäsche gibt.

Schatz, das Ariel ist alle



Und da ich weiss, dass ich innerhalb weniger Stunden nach Veröffentlichung dieses Beitrags eine erboste Mail bekommen werde, bereite ich mich schon mal auf die Retourkutsche vor.

Was habe ich in dem Jahr sonst noch gelernt?
  • Man hüte sich vor niedrig stehenden Balken im Dachboden
  • Es gibt die perfekte Frau
  • Wenn heute Bundestagswahl wäre, würde ich nicht gewählt werden
  • Es gibt einen Grund, weshalb man Tablet englisch aussprechen sollte. Mein ratloser Blick, wie und warum ich das Kunststofftablett an die Steckdose stecken soll, muß Bände gesprochen haben. (Kids, don't try this at home)
  • Es gibt Menschen auf allen Hierarchieebenen, die offensichtlich nur dafür bezahlt werden, dass ihre körperlichen Funktionen mehr oder minder gut funktionieren
  • Man kann Praktikantinnen verschleißen
  • Es ist fantasielos, mir für die 365 Buchung in meinem Hotel einen Übernachtungsgutschein zu schenken
  • Ein Jahr ist dann ein Jahr, wenn es aus den trotz Turbo-Abitur in der Schule vermittelten Jahreszeiten besteht. Ich warte immer noch auf den Sommer 2014



Einen ernstgemeinten Gruß an alle, ich werde mich zuweilen wieder mit Kommentaren auf Euren Blogs einfinden. Die Ruhe könnte ein Ende haben.

Herzlichen Glückwunsch an C. und P.. A marriage made in Google?


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