Dienstag, 2. April 2013

Goethe und das Gloryhole

Den letzten Beitrag habe ich geschrieben, als der Himmel grau war und die Temperaturen eher geeignet waren, den Kühlschrank abzustellen und die Lebensmittel draussen zu lagern. Kommt mir vor wie gestern, oder war es gar heute?

Also ein kleiner Quartalsrückblick für mein Tagebuch:

Kopfrechnen
A gleich Wohnort in einer Landeshauptstadt, B gleich Leistungserfüllungsort in einer anderen Landeshauptstadt und C gleich Wohnort der Gespielin, auserkorenen Zukünftigen, einer Netten.
Entfernung A-B gleich 600km, B-C gleich 700km und A-C gleich 400km.
Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass 2 Fluggesellschaften unabhängig voneinander innerhalb von 4 Monaten die Verbindungen A-B, B-C und A-C einstellen.

Falls Sie übrigens unter Fluglärm leiden oder eine Kerosinallergie nachweisen können, Sie können mich buchen unter 1-800-Flugverbindungsanihilator

Wetter
Schnee, Eis, Kalt

Sex
Schnee, Eis, Kalt
(Das ist bislang natürlich nur hypothetisch. Ich spiele mit dem Gedanken, eine Schneemannfarm aufzumachen und das Ganze als Swingerclub für Outdoor-Spielfreunde anzubieten. Aus hygenischen Gründen bitten wir unsere Gäste allerdings, ihre eigenen Mohrrüben mitzubringen)

Essen
Ich bin in diesem Quartal bestens bekocht worden. Und ich nehme dafür gerne in Kauf, dass das eine Neiderin auf den Plan gerufen hat.

Wetter
Schnee, Eis, Kalt

Aufgeschnappt
"Kannst Du mal bitte Dein Ding aus meinem Gesicht nehmen"
(Gilt das als Arbeitsunfall, wenn man mit dem Lineal hantiert?)

Sprache
Ich plädiere für die inhaltliche Umwidmung des Wortes Gloryhole. Meiner Meinung nach sollte damit lieber der Zustand beschrieben werden, dass sich im wolkenverhangenen Himmel ein kleines Loch öffnet, durch das Sonnenlicht erkennbar ist. Das weckt natürlich Erinnerungen an einen meiner ersten Hits "The sky is full of gloryholes". Damals ist das Ding allerdings auf dem Index gelandet.

Man stelle sich einfach mal die Wettervorhersage vor:
"In den Abendstunden ist mit dem Auftreten vereinzelter Gloryholes im Kölner Raum zu rechnen".

Oder die Möglichkeiten fürs Städtemarketing:
"Hamburg, mehr Brücken als Venedig und das Klima ermöglicht die rasche Bildung von Gloryholes".

Und auch die Bildungsmisere könnte damit adressiert werden. Die Jugend liesse sich wieder für die Klassiker begeistern. Denn wie schrieb schon Goethe 1776 in seinem bahnbrechnenden Werk Wandrers Nachtlied:

Der du von dem Himmel bist,
Alle Freud und Schmerzen stillest,
Den, der doppelt elend ist,
Doppelt mit Erquickung füllest;
Ach, ich bin des Treibens müde!
Wo sind all die Gloryholes?
Süßer Friede,
Komm, ach komm in meine Brust!

Die Stellen mit dem "doppelt elend"  und "komm in meine Brust" hat J.W. (wie wir ihn als seine Freunde nennen durften) nachträglich eingefügt, als er sich bei der wöchentlichen Brusthaarrasur verletzte. Dies war natürlich noch vor der Erfindung des Sicherheitsrasieres. Was mich gerade zu der Frage bringt, warum Samsung in den neuen Handymodellen noch keine Rasurfunktion eingebaut hat. Das ist kein gutes Zeichen. Ich wage vorauszusagen, dass die Marktführerschaft damit futsch sein dürfte. Gerüchteweise arbeitet Apple schon am dem Protoypen von iShave. Demnächst auch als kleines Ladymodel zu haben. Frauen sehen mit iPads am Ohr sowieso nicht gut aus.

2 Kommentare:

  1. Gerne der Gloryholes gedenk' ich, da alle Glieder gelenkig - bis auf eins. Doch die Gloryholes sind vorüber, steif geworden alle Glieder - bis auf eins.

    Johann Wolfgang von Goethe

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    1. War ja klar dass jemand mit Poesie im Namen mich da nicht ungeschoren davon kommen laesst.

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