Dienstag, 20. November 2012

Clan-Screening

Ich lache gerne über andere Menschen. Würde ich auch über mich tun, wenn ich mir selbst zuschauen müsste...oder weinen...oder verzweifeln. Aber es gibt Grenzen - mindestens die des guten Geschmacks.

Wenn Mutter ihren geschätzt Mitte 30jährigen Sohn darüber ausfragt, wie denn die angehende Verlobte im Bett ist und Sohn bereitwillig und mit Hang zur Detailverliebtheit Auskunft erteilt, dann verliert mein Frühstück definitiv an Geschmack.

Als dann das Wort Hygiene in mein Ohr drang, war selbst mein Kaffee nur noch kackbraunes Wasser.

Ich möchte heute eine unschuldige, blendend aussehene Frau kennenlernen, mit ihr über Beethovens Spätwerk sprechen und die Vor- und Nachteile der Hegel'schen Implikationen auf die Denkansätze des 20.Jahrhunderts diskutieren. Irgendwas, um mir den Glauben an Menschen zurückzugeben. 

Dienstag - not so funny.

2 Kommentare:

  1. Bestellung ans Universum (oder sonst wohin) ist unterwegs!
    Wobei eventuell das "unschuldig" ein Problem werden könnte...

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  2. Alles ist relativ. Auch und gerade die Unschuld.

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